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Autopsie: Palästinenser geben Israel Schuld am Tod Abu Ains

Jordanische und palästinensische Ärzte sind zu dem Schluß gekommen, dass Abu Ain durch Schläge und die Inhalation von Tränengas starb. Israelische Ärzte sehen „Stress“ als Todesursache.

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Autopsie: Palästinenser geben Israel Schuld am Tod Abu Ains

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Die Palästinenser geben Israel die Schuld am Tod des palästinensischen Ministers Siad Abu Ain. Dies gehe aus einer in der Nacht durchgeführten Autopsie hervor, teilte die Autonomiebehörde mit. Jordanische und palästinensische Ärzte seien zu dem Schluß gekommen, dass Abu Ain durch Schläge und die Inhalation von Tränengas starb. Eine rechtzeitige Behandlung sei durch Israel verhindert worden.

Das israelische Gesundheitsministerium erklärte, zwei an der Obduktion beteiligte israelische Ärzte hätten festgestellt, dass der Tod durch eine “Blockade der Hauptarterien infolge eine Blutung” erfolgt sei. Dies könne durch Stress verursacht werden.

Abu Ain leitete die Abteilung, die sich mit Israels Siedlungspolitik befasst. Um gegen Landenteignungen durch Israel zu protestieren, pflanzte er mit Demonstranten Olivenbäume bei einer auch nach israelischem Recht illegalen Siedlung orthodoxer Juden. Während eines Handgemenges wurde Abu Ain von israelischen Grenzschützern an der Gurgel gepackt und offenbar mit einem Gewehrkolben geschlagen. Er sackte zusammen und starb auf dem Weg ins Krankenhaus.