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Erfolg gegen IS-Milizen: Neuer Korridor soll Evakuierung von 9000 Jesiden ermöglichen

Die kurdischen Peschmerga haben mit Hilfe von Luftschlägen der internationale Koalition die IS-Milizen im Nordirak an entscheidender Stelle

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Erfolg gegen IS-Milizen: Neuer Korridor soll Evakuierung von 9000 Jesiden ermöglichen

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Die kurdischen Peschmerga haben mit Hilfe von Luftschlägen der internationale Koalition die IS-Milizen im Nordirak an entscheidender Stelle zurückgedrängt. So gelangt es den Einheiten, einen Korridor zum Sindschar-Gebirge zu öffnen.

Im August waren etwa 80.000 Angehörige der jesidischen Minderheit vor IS-Milizen in das Gebirge geflohen. Die Situation hatte einen humanitären Notstand ausgelöst. Der neue Korridor soll nun die Evakuierung von rund 9000 Jesiden ermöglichen, die immer noch in den Bergen ausharren.

Die Kurden bezeichneten den Erfolg als wichtige Vorstufe zur Rückeroberung der Stadt Sindschar und der Millionenstadt Mossul.

Je weiter man in die besetzten Gebiete vordringe, desto wichtiger werde jedoch die Beteiligung anderer Streitkräfte, so Masrur Barzani, Kanzler des Kurdischen Sicherheitsrats:

“Wir wollen nicht, dass die Peschmerga die einzigen sind, die dort hingehen, auch wegen der politischen Signalwirkung. Für die Befreiung Mossuls brauchen wir die Beteiligung der arabischen Streitkräfte, vor allem des irakischen Militärs.”

Die Schaffung des Korridors war Teil einer zweitägigen konzertierten Operation der kurdischen Bodentruppen und der Luftstreitkräfte der internationalen Koalition gegen die IS-Milizen.