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New Yorker sind auch "Charlie"

“Für den Frieden und die Pressefreiheit” haben sich auch in New York zahlreiche Menschen versammelt. Sowohl in den USA lebende Franzosen als auch

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“Für den Frieden und die Pressefreiheit” haben sich auch in New York zahlreiche Menschen versammelt. Sowohl in den USA lebende Franzosen als auch Amerikaner waren gekommen, um Solidarität zu zeigen mit dem Opfern und Hinterbliebenen der Anschläge von Paris. Bei eisigen Temperaturen versammelten sie sich auf dem Washington Square in der Großstadt – und riefen: “Je suis Charlie”.

Mailys Abos ist Französin und lebt in New York: “Das war allgemein ein Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Ich bin hier, um mich für die französischen Werte auszusprechen. Das sollte man überall auf der Welt tun.” Christhope Lemetre lebt ebenfalls im “Big Apple”: “Ich denke man kann eine Parallele ziehen: Die Anschläge von Paris sind der 11. September der Franzosen.” Lola Thomé, New Yorkerin, hielt es hinter ihrem Fernseher nicht mehr aus. “Ich habe noch nie demonstriert oder an so etwas teilgenommen – doch nachdem ich das im Fernsehen gesehen habe – ich musste einfach kommen.”

Nicht nur unter dem Pariser Eiffelturm und dem New Yorker Freedom Building gibt es Versammlungen – für den heutigen Sonntag sind weltweit Trauermärsche und Kundgebungen geplant. Der mexikanische Karikaturist Felipe Galindo, genannte Feggo, der seit 30 Jahren in den USA lebt, war gerade aus Paris zurückgekommen, als er erfuhr, was dort am Mittwoch geschehen war. George Wolinski, einer der getöteten Charlie Hebdo-Karikaturisten, war ein enger Freund von ihm. Er wünscht sich mehr Kooperation zwischen den USA und Europa im Kampf für gemeinsame Werte. “Zusammen mit all meinen Kollegen antworten wir auf diese Anschläge mit unserer Arbeit. Wir werden Charlie Hebdo unterstützen und es hat bereits unheimlich viele Zeichnungen gegeben, um dies auszudrücken.”

Michela Monte,unsere Korrespondetin in New York: “Wie damals nach dem Angriff auf das World Trade Center wird auch für Frankreich und Europa nach diesen Anschlägen eine neue politische Phase beginnen.”