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Annäherung zwischen USA und Kuba: "Klar gibt es noch eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten"

Die diplomatische Annäherung zwischen Kuba und den USA gerät durch die ungeklärte Zukunft der Guantanamo-Militärbasis und andere strittige Themen ins

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Annäherung zwischen USA und Kuba: "Klar gibt es noch eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten"

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Die diplomatische Annäherung zwischen Kuba und den USA gerät durch die ungeklärte Zukunft der Guantanamo-Militärbasis und andere strittige Themen ins Stocken.

Einerseits wollen die USA keine Konzessionen bei der Einhaltung der Menschenrechte in dem Karibikstaat machen.

Andererseits sind im Gefängnis des US-Militärstützpunktes in Guantanamo Bay noch zahlreiche Terrorverdächtige unter fragwürdigen Bedingungen inhaftiert.

US-Regierungssprecher Josh Earnest sagte:

“Klar gibt es noch eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Kuba. Genauer gesagt zwischen der US-Regierung und unseren Werten sowie der kubanischen Regierung und ihren immer noch auszuformulierenden Werten. Wir hegen Bedenken gegen den Umgang des Castro-Regimes mit politischen Dissidenten und mit Personen, die auf freie Meinungsäußerung bestehen. Dazu gehört auch die Frage des Umgangs mit einigen Reportern.”

Kubas Präsident Raul Castro verbat sich bereits eine Einmischung der USA in innere Angelegenheiten.

Beide Länder hatten Mitte Dezember überraschend die Normalisierung ihrer Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit eingeleitet.

Die in der vergangenen Woche in Havanna begonnenen Verhandlungen sollen bald in Washington fortgesetzt werden.

Die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac) forderte zum Abschluss ihres Gipfels in Costa Rica ein Ende des
US-Wirtschaftsembargos gegen Kuba.

In einer Erklärung verurteilten die 33 Staaten die Blockade und riefen US-Präsident Barack Obama zu einem Stopp der Handelsbeschränkungen auf.