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Italiens Präsidentenwahl könnte zur Zitterpartie für Matteo Renzi werden

Die erste Runde zur Wahl eines neuen Staatspräsidenten in Italien ist wie erwartet ohne Ergebnis geblieben. Keiner der Kandidaten erreichte die

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Italiens Präsidentenwahl könnte zur Zitterpartie für Matteo Renzi werden

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Die erste Runde zur Wahl eines neuen Staatspräsidenten in Italien ist wie erwartet ohne Ergebnis geblieben. Keiner der Kandidaten erreichte die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. 538 der 1009 Stimmzettel wurden leer abgegeben. Wahlberechtigt sind die 321 Senatoren, die 630 Abgeordneten und 58 Vertreter aus den Regionalparlamenten. Der aus Altersgründen vor zwei Wochen zurückgetretene Giorgio Napolitano erhielt langen Applaus.

In diesem ersten Wahldurchgang erhielt der Kandidat der “5-Sterne-Bewegung”, Richter Ferdinando Imposimato, die meisten Stimmen.

Für Regierungschef Matteo Renzi ist die Wahl des Kandidaten seiner Demokratischen Partei (PD), Verfassungsrichter Sergio Mattarella, eine Zitterpartie. Er ist auf die Unterstützung des Koalitionspartners, sowie Stimmen der Opposition angewiesen.

Doch Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine konservative Forza Italia (FI) sowie Renzis Koalitionspartner Nuovo Centrodestra (NCD) wollen Matarella auch in der kommenden Abstimmung nicht unterstützen. Renzi hofft dennoch auf den vierten Wahlgang am Samstag. Dann reicht eine absolute Mehrheit, also 505 der 1009 Stimmen, um Sergio Mattarella zum neuen Bewohner des Quirinale zu machen.