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Ostukraine: Kämpfe um Debalzewe, Einwohner verlassen die Stadt

In der Ostukraine liefern sich anrückende Separatisten-Kräfte mit Regierungssoldaten weiter eine erbitterte Artillerieschlacht um Debalzewe. Es geht

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Ostukraine: Kämpfe um Debalzewe, Einwohner verlassen die Stadt

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In der Ostukraine liefern sich anrückende Separatisten-Kräfte mit Regierungssoldaten weiter eine erbitterte Artillerieschlacht um Debalzewe. Es geht es ums Ganze: Die Stadt würde die Rebellenhochburgen Luhansk und Donezk direkt verbinden.

Unter den verbliebenen Einwohnern machten sich am Samstag viele weitere Frauen und Kinder auf, die Kleinstadt zu verlassen. Nach ukrainischen Angaben starben über Nacht zwei Zivilisten.
Wasser und Strom gibt es, Berichten zufolge, schon seit fast zehn Tagen nicht mehr.

Evakuiert werden die Einwohner von gemeinnützigen Hilfsdiensten und einigen Regierungsbussen. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte in Kiew: “Gestern Abend habe ich die Katastrophenhilfe angewiesen, sofort Menschen aus Debalzewe zu holen. Inzwischen sind sechs Busse im Einsatz. Sie werden ständig beschossen. Sobald sie sehen, dass wir Leute rausholen, fängen die Artillerie an. Glücklicherweise wurde noch niemand verletzt.”

In Kiew machten sich unterdessen weitere eingezogene Reservisten auf den Weg. Mindestens 15 Soldaten seien innerhalb eines Tages in Debalzewe getötet worden, so die ukrainischen Behörden. Laut einem Armeesprecher gebe es angeblich Hinweise, dass an der Front inzwischen russische Kräfte die Rebellen abgelöst hätten.