Eilmeldung

Eilmeldung

Goyas: Isla Minima räumt ab - Ehrenpreis für Banderas

Sie lesen gerade:

Goyas: Isla Minima räumt ab - Ehrenpreis für Banderas

Schriftgrösse Aa Aa

Beim spanischen Filmpreis Goya hat Antonio Banderas den Ehrenpreis erhalten. Der Film La Isla Minima wurde zehnmal ausgezeichnet.

Die Crème der spanischen Filmbranche war da, als in Madrid zum 29. Mal die Goyas

Meinung

Man versucht immer, nicht mit einer Auszeichnung zu rechnen, damit man nicht allzu dumm aussieht, wenn man keine bekommt.

vergeben wurden. Der Filmpreis ist nach dem Maler Francisco de Goya benannt. Antonio Banderas erhielt den Ehren-Goya für seinen Beitrag zum spanischen Kino. Er ist nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent tätig. In seiner Laufbahn hat er unter anderem mehrere Male mit Pedro Almodóvar zusammengearbeitet – ein Grund für seinen Erfolg in Hollywood, wie er sagt.

Antonio Banderas: “Wohl niemand könnte die Entwicklung meiner Karriere verstehen, ohne die sieben Filme, die ich mit Pedro gemacht habe. Auf die ein oder andere Art verdanke ich ihm auch meine Hollywood-Karriere. Der Respekt der Amerikaner für ihn hat mir und anderen seiner Schauspieler geholfen, in den USA anerkannt zu werden.”

Der Hauptgewinner des Abends aber der Film “La Isla Minima”. Der Streifen erhielt ganze 10 Goyas, unter anderem den für den besten Film. Isla-Regisseur Alberto Rodríguez wurde als bester Regisseur ausgezeichnet. Der Thriller, der im Marschland vor Sevilla spielt, spielte 6,3 Millionen Euro ein. Zwei Polizisten müssen darin ihre gegenseitigen Aversionen überwinden, um den Mord an zwei Frauen zu untersuchen.

Alberto Rodríguez: “Man versucht immer, nicht mit einer Auszeichnung zu rechnen, damit man nicht allzu dumm aussieht, wenn man keine bekommt. Aber was heute passiert ist, war wirklich unvorstellbar. Das ist das Beste, was ich mir denken kann. Ich bin wirklich glücklich.”

Der Goya für den besten iberoamerikanischen Film ging an die argentinische Komödie “Relatos Salvajes” von Damián Szifron, die in Deutschland unter dem Titel “Wild Tales – Jeder dreht mal durch!” in die Kinos kam. Produziert wurde der Streifen unter anderem von Pedro Almodóvar und dessen Bruder Agustín. “Relatos Salvajes” ist auch bei den Oscars im Rennen.

Damián Szifron: “Ich freue mich sehr über die Oscar-Nominierung in der Kategorie fremdsprachiger Film, allein das ist schon ein Triumph. Ich will nicht darüber nachdenken, ob ich den Oscar gewinne oder nicht. Man kann verlieren und sich freuen, und ich freue mich schon sehr darüber, dabei zu sein.”

Die Krise in Spanien hat auch der dortigen Filmindustrie zugesetzt. Dennoch haben spanische Filme vergangenes Jahr so viel Geld eingespielt, wie noch nie zuvor. Auch das ein Grund für die Kinomacher, trotz aller Krisen zu feiern.