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Kiew gedenkt der Opfer vom Unabhängigkeitsplatz

Ein Jahr nach dem Blutbad auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew haben Tausende der Opfer gedacht. Offiziellen Angaben zufolge waren 106 Menschen bei

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Kiew gedenkt der Opfer vom Unabhängigkeitsplatz

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Ein Jahr nach dem Blutbad auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew haben Tausende der Opfer gedacht. Offiziellen Angaben zufolge waren 106 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Viele von ihnen wurden von Scharfschützen erschossen. Zudem wurden 16 Polizisten getötet. Gedacht wurde in der Zeremonie aber nur der zivilen Opfer.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bezeichnete die Getöteten als “Helden” und versuchte, seinen krisengebeutelten Landsleuten Mut zu machen: “Das Jahr 2015 wird entscheidend sein, um grundlegende Veränderungen herbeizuführen und ein neues Land aufzubauen. Ich bin mir sicher, dass es in der Ukraine Frieden geben wird, dass sich das Land entwickeln und in Richtung Europa bewegen wird”, so Poroschenko, der Russland in seiner Rede vorwarf, die Ukraine von innen auszuhöhlen. Als der Präsident auf die Bühne trat, gab es in der Menge auch Pfiffe, eine Gruppe rief “Schande!”

Die Umstände der Morde vom Unabhängigkeitsplatz sind nach wie vor ungeklärt, einen Untersuchungsbericht gibt es nicht. Poroschenko behauptet, der ukrainische Geheimdienst habe Beweise, dass die Todesschützen unter russischem Kommando standen. Eine andere Hypothese besagt, ukrainische Nationalisten hätten gezielt auf Demonstranten geschossen, um die Proteste anzuheizen und den Sturz des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch herbeizuführen.