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Kurden halten offenbar irakische Araber von Rückkehr ab

Kurdische Einheiten lassen offenbar irakische Araber nicht in ihre Heimatorte zurückkehren. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights

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Kurdische Einheiten lassen offenbar irakische Araber nicht in ihre Heimatorte zurückkehren. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Die Kurden hätten Dutzende Häuser der irakischen Araber zerstört. Andere Gebäude würden inzwischen von Kurden bewohnt. Das bestätigt auch ein Anwohner vor Ort: “Am Checkpoint fragen sie: Araber oder Kurde?” Der Kurde hat kein Problem und kann durchgehen, der Araber hat dagegen ein großes Problem.”

Betroffen sind die Provinzen Ninawa und Erbil. Auf die Gebiete erheben die kurdische Regionalregierung und die Zentralregierung in Bagdad Anspruch. Ein Mann sagte: “Hier leben keine Araber mehr. Die sind alle weggerannt. Wir wohnen nun in ihren Häusern.” Ein weiterer Anwohner fügte hinzu: “Die Peschmerga-Kämpfer brachten mich zu einem Haus eines Arabers, dort konnte ich bleiben.”

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beschwerte sich bei der kurdischen Regionalregierung über die Situation. Eine Mitarbeiterin erklärte: “Die kurdischen Einheiten haben die Restriktionen in einigen Gebieten ein wenig gelockert, in anderen Gebieten bleiben sie jedoch weiter bestehen.”

Den Berichten zufolge werden offenbar zudem irakische Araber seit Monaten in so genannten “Sicherheitszonen” im Norden des Landes festgehalten.