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Mindestens 24 Tote bei Donezker Grubenunglück - Kiew ordnet Staatstrauer an

Die verheerende Gasexplosion in einem Donezker Kohlebergwerk hat mindestens 24 Todesopfer gefordert. Das gab die Separatistenverwaltung bekannt. Die

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Mindestens 24 Tote bei Donezker Grubenunglück - Kiew ordnet Staatstrauer an

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Die verheerende Gasexplosion in einem Donezker Kohlebergwerk hat mindestens 24 Todesopfer gefordert. Das gab die Separatistenverwaltung bekannt. Die Informationen aus dem Konfliktgebiet wurden von verschiedenen Quellen mehrfach revidiert und korrigiert.

Offenbar wurden in der Nacht auf Donnerstag noch neun Bergarbeiter vermisst, die Suche hielt an. Die Chancen, sie lebend zu bergen, liegen offenbar aber nahe Null.

“Sie müssen verstehen, dass wir sie nicht da unten lassen können. Wir sollte sie alle bergen, koste es, was es wolle”, sagte ein Kumpel.

Ursache des Unglücks soll eine Methangasexplosion in etwa 1000 Metern Tiefe gewesen sein. Zum Unglückzeitpunkt waren laut der Bergwerksleitung etwa 200 Kumpel unter Tage.

Präsident Petro Poroschenko ordnete für Donnerstag Staatstrauer an. Um 12.00 Uhr Mittag soll im ganzen Land der toten Bergleute gedacht werden, die Fahnen an staatlichen Gebäuden und Unternehmen sollen auf halbmast wehen.

Die Regierung in Kiew warf den Separatisten vor, etwa 60 Helfer an der Frontlinie abgewiesen zu haben. Die Rebellen behaupteten ihrerseits, Kiew habe gar keine Hilfe angeboten. Stattdessen habe Russland Hilfe zugesagt.

Die Sassjadko-Mine gehört zu den größten und tiefsten Bergwerken im Donbass. Sie wurde in ihrer 57-jährigen Geschichte immer wieder von Unglücken heimgesucht. 2007 starben dort 106 Bergarbeiter bei einer Explosion.