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Fluggastdatenspeicherung: Gläserne Passagiere an Bord

Die Anschläge von Paris und Kopenhagen haben gezeigt, dass keine Stadt in Europa vor Terroristen sicher ist. Nach Meinung der Politik könnte die

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Fluggastdatenspeicherung: Gläserne Passagiere an Bord

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Die Anschläge von Paris und Kopenhagen haben gezeigt, dass keine Stadt in Europa vor Terroristen sicher ist. Nach Meinung der Politik könnte die Speicherung von Fluggastdaten helfen, die Bürger zu schützen. Das Europäische Parlament und die EU-Kommission sprechen sich dafür aus, doch wäre diese Regelung auch im Sinne der Menschen? Wird schlichtweg über den Kopf der Bürger hinweg entschieden oder ist die Speicherung der Daten für unsere Sicherheit unumgänglich? Und wer garantiert, dass mit den Daten verantwortungsvoll umgegangen wird?

Mit diesem Thema beschäftigen wir uns in unserer Sendung On the Frontline. Moderator Paul Hackett begrüßt Joe McNamee von der Menschenrechtsorganisation European Digital Rights und den britischen Europaabgeordneten Timothy Kirkhope, der sich für die Speicherung der Fluggastdaten ausspricht.

McNamee meint, die Enthüllungen von Edward Snowden hätten gezeigt, wie Geheimdienste tatsächlich mit sensiblen Daten umgehen und dass Missbrauch betrieben wird. Seiner Ansicht nach würden die geplanten Regelungen die Profil-Erstellung erleichtern. McNamee warnt vor der Zusammenlegung unterschiedlicher Datenbanken, die einen weiteren Schritt in Richtung des gläsernen Menschen bedeuten könnten.

Kirkhope streitet die Absicht der Profil-Erstellung ab. Freiheit sei wichtig, sagt er, aber ebenso Sicherheit, damit die Bürger in der Lage seien, die Freiheit auch auskosten zu können. Man plane, nur ein Minimum an Daten zu sammeln, um Polizei und Geheimdienste im Kampf gegen terroristische und übrige verbrecherische Gefahren zu unterstützen.