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Erneut Spannungen zwischen Athen und den Geldgebern

Einen Tag vor dem geplanten EU-Gipfeltreffen in Brüssel nehmen die Spannungen zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern erneut zu

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Erneut Spannungen zwischen Athen und den Geldgebern

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Einen Tag vor dem geplanten EU-Gipfeltreffen in Brüssel nehmen die Spannungen zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern erneut zu. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der in der belgischen Hauptstadt mit dem französischen Regierungschef Manuel Valls zusammenkam, zeigte sich mit den Entwicklungen der vergangenen Tage unzufrieden. Athen und seine Geldgeber sollten sich zusammenreißen, so Juncker. Die Geldgeber sind verstimmt, weil das Parlament in Athen ein rund 200 Millionen Euro teures Hilfsprogramm für die Bevölkerung billigte, ohne sich mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds abzustimmen.

Meinung

"Die Gespräche zwischen Griechenland und den Geldgebern haben sich festgefahren"

“Wenn es Leute gibt, die denken, dass Wahlen keine Veränderung bringen, dass Wahlen gar nicht notwendig sind, wenn manche davon träumen, dass Griechenland das Mandat der Wähler im Zusammenhang mit den Hilfsabkommen missachtet, wenn es Leute gibt, die ihre institutionelle Rolle in Europa missachten, dann sollten sie damit dort drohen, wo das Wirkung zeigt”, so der griechische Regierungschef Alexis Tsipras in Athen. Tsipras drängt auf ein Treffen während des Gipfels in Brüssel in kleinerem Kreis unter anderem mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ob es dazu kommen wird, ist unklar. Am kommenden Montag wird Tsipras in Berlin erwartet. “Die Gespräche zwischen Griechenland und den Geldgebern haben sich festgefahren”, sagt unser Korrespondent in Athen, Stamatis Giannisis. “Das Treffen, das Tsipras in Brüssel herbeiführen will, ist offenbar ein Versuch, in letzter Minute eine politische Lösung für die sich verschlimmernden finanziellen Probleme des Landes zu finden.”