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Picassos in der Garage: Rentnerehepaar in Südfrankreich verurteilt


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Picassos in der Garage: Rentnerehepaar in Südfrankreich verurteilt

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Ein französisches Rentnerpaar, das jahrzehntelang Picasso-Werke in einer Garage gelagert hatte, ist von einem Gericht in Grasse wegen Hehlerei verurteilt worden. Der frühere Elektriker und seine Frau erhielten zwei Jahre Haft auf Bewährung. Das Ehepaar beteuerte seine Unschuld, Picasso habe mit den Werken Elektro-Arbeiten bezahlt. Nach der Urteilsverkündung waren die beiden schockiert. Der ehemalige Handwerker sagte: “Jetzt stehe ich als Dieb da. Das tut sehr weh.”

Erben des Künstlers zeigten sich zufrieden. Sie hatten dem Ehepaar nicht geglaubt und den beiden Diebstahl vorgeworfen. Die Werke waren bisher von der Justiz beschlagnahmt. Sie sollen nun an die Erben übergeben werden. Picasso-Sohn Claude sagte: “Wir haben vor, die Werke auszustellen. Das können wir jetzt tun.”

Das Ehepaar will den Vorwurf der Hehlerei aber nicht auf sich sitzen lassen und in Berufung gehen. Bei den 271 Werken handelt es sich um Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, deren Wert offiziell nicht bekannt ist. Der Schätzwert beträgt 100 Millionen Euro.

Der Fall hatte 2010 bereits für Trubel gesorgt. Damals präsentierte das Ehepaar die Werke nach 37 Jahren im Pappkarton den Picasso-Erben, um sich die Echtheit der Arbeiten aus den Jahren 1900 bis 1932 bestätigen zu lassen. Bis dahin hatte das Ehepaar die Kunstwerke in ihrer Garage in Mouans-Sartoux nördlich von Cannes gelagert.

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