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Tunesier wenden sich am Nationalfeiertag gegen Extremismus

Im Zentrum von Tunis versammelten sich Demonstranten, um den Anschlag zwei Tage zuvor zu verurteilen. Auch in anderen Städten begingen Menschen den Feiertag.

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Tunesier wenden sich am Nationalfeiertag gegen Extremismus

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Tunesien hat seinen Nationalfeiertag begangen – zwei Tage nach dem Anschlag von Tunis.

Meinung

"Die werden keinen Erfolg haben, denn Tunesien ist ein Land der Freiheit, der Demokratie. Wir haben vor denen keine Angst."

Im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich Demonstranten, um den Angriff zu verurteilen; ebenso in anderen Städten.

“Wir haben keine Angst”, sagt eine junge Frau in Tunis, “wir leisten Widerstand, Frauen und Männer zusammen. Die werden keinen Erfolg haben, denn Tunesien ist ein Land der Freiheit, der Demokratie. Wir haben vor denen keine Angst.”

Der tunesische Präsident rief zur Einheit des Landes gegen den Terrorismus auf.

Bei dem Anschlag waren zwanzig ausländische Reisende und ein tunesischer Polizist getötet worden.

Auch die Angreifer starben; neun mutmaßliche Helfer wurden inzwischen festgenommen.

Dabei gilt Tunesien als Musterland des Arabischen Frühlings: Nur hier ist seitdem ein demokratisches und weitgehend friedliches Land entstanden.

Dabei gibt es auch hier gewalttätige Islamisten; bisher waren sie aber vor allem nahe der Grenze zu Algerien zu finden.