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Jemen: Militärkoalition startet Offensive gegen Huthi-Rebellen

Saudi-Arabien hat zusammen mit weiteren Golfstaaten und anderen Verbündeten Stellungen der Rebellen im Jemen angegriffen. Nach Informationen des Senders Al-Arabija setzt Riad 100 Kriegsflugzeuge und 1

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Jemen: Militärkoalition startet Offensive gegen Huthi-Rebellen

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Saudi-Arabien hat zusammen mit weiteren Golfstaaten und anderen Verbündeten Stellungen der Rebellen im Jemen angegriffen, das erklärte der saudische Botschafter in Washington, Adel al-Dschabir. Die Offensive auf Ziele in Sanaa und anderen Orten erfolge auf Bitte des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, so der Diplomat: “Wir werden alles Nötige tun, um die legitime Regierung des Jemen vor einem Sturz und außenstehenden Milizen zu beschützen”, so al-Dschabir bei einer Pressekonferenz in Washington. “Momentan ist es so, dass eine Milizengruppe die Kontrolle über Raketengeschosse, schwere Waffen und eine Luftwaffe hat oder haben könnte.”

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Wir werden alles Nötige tun, um die legitime Regierung des Jemen vor einem Sturz und außenstehenden Milizen zu beschützen.

Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA beteiligten sich neben Saudi Arabien zunächst die Golfstaaten Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Al-Dschabir, hatte zuvor von einer Koalition aus mehr als zehn Nationen gesprochen. Laut dem arabischen Sender Al-Arabija sind auch Ägypten, Pakistan und der Sudan zu einer Teilnahme bereit.

Al-Arabija berichtet unter Berufung auf die saudische Luftwaffe, dass der gesamte jemenitische Luftraum unter Kontrolle sei. Mindestens vier Kampfflugzeuge auf der Al-Dailami-Basis in Sanaa seien zerstört worden. Nach Informationen des Senders setzt Riad 100 Kriegsflugzeuge und 150.000 Soldaten ein.

Die Huthi erklärten laut Al-Dschasira, sie hätten zur Verteidigung Boden-Luftraketen abgefeuert. Ziele der Angriffe in Sanaa waren laut dem Sender der Präsidentenpalast sowie die Hauptquartiere von Polizei und Spezialkräften. Drei hohe Huthi Militärkommandeure seien getötet worden, hieß es bei Al-Arabija.

Die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten beherrschen seit Monaten große Teile des Nordjemens. In den vergangenen Tagen konnten sie nach Süden bis in die Hafenstadt Aden vordringen, in die Präsident Hadi geflohen war. Zuletzt gab es Kämpfe um den internationalen Flughafen der zweitgrößten jemenitischen Stadt.

Der saudische Botschafter betonte, dass der Militäreinsatz vor Beginn mit den USA abgestimmt worden sei, diese seien jedoch nicht an den Luftangriffen beteiligt seien. Präsident Hadi hatte den Antiterrorkampf Washingtons im Jemen unterstützt.