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Atomverhandlungen mit dem Iran: Eine Übereinkunft, aber noch kein Abkommen

Die internationalen Verhandlungspartner und der Iran haben sich auf die wichtigsten Eckpunkte eines Atomabkommens geeinigt. Für die Einhaltung der

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Atomverhandlungen mit dem Iran: Eine Übereinkunft, aber noch kein Abkommen

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Die internationalen Verhandlungspartner und der Iran haben sich auf die wichtigsten Eckpunkte eines Atomabkommens geeinigt.

Für die Einhaltung der ausgehandelten Bedingungen durch Teheran stellen die fünf UN-Vetomächte, Deutschland und die EU die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen in Aussicht. Der Iran könnte dann unter anderem wieder als Produzent auf dem Ölmarkt aktiv werden.

“Aufbauend auf den Lösungen, die wir in den vergangenen Tagen erreicht haben, können wir jetzt beginnen, den Text des Abkommens zu schreiben”, so der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif im Schweizer Lausanne.

Die Verhandlungspartner wollen das iranische Atomprogramm durch die Internationale Atomenergiebehörde scharf kontrollieren lassen – möglicherweise bis zu 25 Jahre lang, wie es aus Verhandlungskreisen hieß. Viele solche Fragen müssen offenbar noch weiter ausgearbeitet werden.

“Der Iran wird einem friedlichen Atomprogramm nachgehen. Es wird keine anderen Anlagen außer der in Natans geben. Die Kapazitäten für die Anreicherung, der Grad der Anreicherung und die Menge des Materials werden für eine bestimmte Zeit begrenzt sein”, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Der Iran erklärt sich außerdem prinzipiell bereit, die einst geheimen Atomanlage in Fordo in eine reine Forschungseinrichtung umzuwandeln und den Reaktor in Arak so umzurüsten, dass kein waffenfähiges Material abfällt.

euronews-Reporterin Reihaneh Mazaheri: “Nach 18 Monaten intensiver Verhandlungen zwischen den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland und dem Iran haben sich beide Seiten auf eine gemeinsame Basis geeinigt, die helfen soll, bis Ende Juni ein vollständiges Abkommen zu verfassen. Eine Garantie für den erfolgreichen Abschluss ist das aber noch nicht.”