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Obama und Castro treffen sich zum Gespräch

US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro sind am Rande des Amerika-Gipfels in Panama zu einem politischen Gespräch

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US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro sind am Rande des Amerika-Gipfels in Panama zu einem politischen Gespräch zusammengetroffen. Es ist das erste längere
Zusammentreffen auf Staatschefs-Ebene beider Länder seit der
kubanischen Revolution 1959. Der Gipfel in Panama-Stadt steht ganz im Zeichen der kubanisch-amerikanischen Annäherung. Zum Auftakt des Treffens am Freitag hatten sich Obama und Castro mit einem historischen Handschlag begrüßt. Castro nimmt erstmals an einem Amerika-Gipfel teil. “Seine jüngsten Ankündigungen, schnell darüber zu entscheiden, dass Kuba von der Liste der Länder gestrichen wird, die den Terror unterstützen, sind positive Schritte,” lobte der 83-jährige Castro den US-Präsidenten, “auf dieser Liste hätten wir niemals auftauchen dürfen.” Obama rief den US-Kongress dazu auf, die seit Jahrzehnten bestehenden Sanktionen gegen den sozialistischen Karibikstaat aufzuheben und gab sich selbstkritisch:
“Ich bin der Erste der anerkennt, dass Amerikas Einsatz für die Menschenrechte nicht immer durchgängig war. Ich bin mir bewußt, dass es da dunkle Kapitel in unserer Vergangenheit gibt, in denen wir uns nicht um die Werte und Ideale gekümmert haben, auf denen unser Land gegründet wurde. Amerika hat nie behauptet, dass es perfekt wäre. Aber wir nehmen wir uns in Anspruch, dass wir offen für Veränderungen sind.” Einzelheiten der Unterredung zwischen Obama und Castro wurden zunächst nicht bekannt. Bereits im Dezember hatten beide Politiker miteinander telefoniert und das Ende der Eiszeit zwischen Havanna und Washington beschlossen.