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EU will endlich Verbrauch von Plastiktüten senken

Der Verbrauch von Plastiktüten wird künftig in der EU erheblich eingeschränkt. Bis 2019 soll der durchschnittliche Jahresverbrauch von zur Zeit

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EU will endlich Verbrauch von Plastiktüten senken

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Der Verbrauch von Plastiktüten wird künftig in der EU erheblich eingeschränkt. Bis 2019 soll der durchschnittliche Jahresverbrauch von zur Zeit beinahe 200 auf 90 Tüten pro Person gesenkt werden.

Meinung

In Irland ging der Verbrauch stark zurück, nachdem dafür bezahlt werden muss

In Deutschland sind es heute etwa 70 Tüten jährlich pro Person. Ob er beim Einkauf oft zu den Tüten greife, fragten wir einen Mann vor einem Supermarkt in Kehl: “Sehr wenig, aufgrund der Umweltsituation, wir wissen ja, dass das Plastik im Meer landet und da Schaden anrichtet ohne Ende.”

Bis 2025 soll der Verbrauch auf 40 Tüten – in Österreich Plastiksackerl genannt – sinken. Das Europaparlament in Straßburg stimmte einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zu. Ab Ende 2018 sollen die Tüten nicht mehr unentgeltlich in Supermärkten ausgegeben werden. “In Irland ging der Verbrauch stark zurück, nachdem dafür bezahlt werden muss”, betont Rebecca Harms von den Grünen. Dort sind es bereits heute im Schnitt 20 Stück.

Auch der konservative Europaabgeordnete György Hölveni betont, dass man die Tüten eigentlich nicht brauche. Vor 30 Jahren habe es sie noch nicht gegeben, auch nicht zur Zeit unserer Großmütter. “Wir verdanken sie der chemischen Industrie. Eine Korrektur ist notwendig”, fügt er hinzu. Millionen Kunststoffbeutel gelangen in die Meere und bilden dort riesige Müllteppiche. Jährlich sterben Hunderttausende Vögel und Meeressäuger, weil sie sich darin verheddern oder das Plastik fressen.