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Todesurteile in Indonesien: Bestürzung und Appelle in Australien

Australier haben bestürzt darauf reagiert, dass die Appelle ihrer Regierung gegen die Todesurteile ihrer Landsleute in Indonesien nicht gehört

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Todesurteile in Indonesien: Bestürzung und Appelle in Australien

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Australier haben bestürzt darauf reagiert, dass die Appelle ihrer Regierung gegen die Todesurteile ihrer Landsleute in Indonesien nicht gehört wurden. In Sydney und anderen Städten des Landes hielten Menschen Mahnwachen ab.

Australien hatte in letzter Minute die Aussetzung der Strafe gefordert und wegen Korruptionsverdacht gegen die Richter eine Untersuchung des Verfahrens gefordert. Wie australische Medien berichten, sollen sie Gegenleistungen dafür gefordert haben, die Todesstrafen nicht zu verhängen. Die australische Außenministerin Julie Bishop: “Die Untersuchungen könnten das Urteil beeinflussen. Sie betrachten das Verfahren, das zum Urteil geführt hat und das Verfahren zum Gnadengesuch. Deswegen drängen wir die indonesische Regierung, diese Untersuchungen erst abzuschließen. Denn Hinrichtungen sind endgültig.”

Premierminister Tony Abott hatte bereits zuvor mit Konsequenzen gedroht, sollte die Exekution durchgeführt werden. Australien werde sicher Wege finden, seinen Unmut auszudrücken. Canberra schaffte die Todesstrafe vor 20 Jahren offiziell ab.