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"Fashion on the Ration": Mode auf Marken im Zweiten Weltkrieg

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"Fashion on the Ration": Mode auf Marken im Zweiten Weltkrieg

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Wie hat der Zweite Weltkrieg die Mode beeinflusst? Einfacher wurde sie, aber auch klarer und ordentlicher. Es entstand der klassische Vierziger-Jahre-Look.

Das “Imperial War Museum” in London, eines der bedeutendsten Kriegsmuseen der Welt, widmet seine Ausstellung "Fashion on the Ration" einem ganz besonderen Aspekt des Lebens im Zweiten Weltkrieg und den Jahren danach, nämlich dem Aspekt der Mode. Wie hat sich der Krieg mit all seinen Entbehrungen auf die Damen- und Herrenmode der Zeit ausgewirkt?

Meinung

Im Krieg wurde aus der Not heraus ein neuer Modetrend geschaffen.

Historikerin Laura Clouting erklärt: “Lebensmittelrationierung kannte die britische Bevölkerung schon, aber 1941 führte die Regierung eine Bekleidungsrationierung ein. Das bedeutete in etwa, ein neues Outfit pro Jahr. Dadurch hatten die Menschen wesentlich weniger Auswahl, was ihre neuen Kleider anging.”

Unter diesen Umständen versuchte jeder, dass seine Kleidung so lange wie möglich und so gut wie möglich erhalten blieb. Es wurde gestopft, ausgebessert, gestrickt, genäht, aus Altem Neues gemacht. Knöpfe waren Mangelware. Stoffe, um Krägen oder Manschetten zu unterlegen, waren kaum aufzutreiben.

Ein ganz eigener Stil entstand.

Laura Clouting meint: “Der Krieg hat einen neuen Trend geschaffen, aus der Not heraus. Eine heruntergeschraubte, einfachere Mode, die aber sehr klare Linien hatte, sehr ordentlich aussah. Und das ist heute der klassische Vierziger-Jahre-Look.”

Die Ausstellung im Kriegsmuseum in London “Fashion on the Ration” geht noch bis zum 31. August.