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70 Jahre Kriegsende: Moskau demonstriert militärische Stärke


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70 Jahre Kriegsende: Moskau demonstriert militärische Stärke

Mit einer Schweigeminute und einer großen Militärparade in der Hauptstadt Moskau hat Russland des Endes des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 gedacht. Anlässlich des 70. Jahrestags marschierten allein bei der Parade in Moskau nach russischen Angaben 16.000 Soldaten an der Ehrentribüne vorbei.

Staatspräsident Wladimir Putin nahm die Parade in Anwesenheit von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs aus mehr als zwei Dutzend Nationen ab. Die Spitzen der EU-Mitgliedsstaaten, der USA und Japans blieben den Feierlichkeiten fern. Die Sanktionen, die etwa die Europäische Union gegen Russland verhängt hat, gelten noch immer. Die Beziehungen zwischen Moskau und Staaten in Europa, Amerika und Asien gelten nach der Annektierung der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland als belastet. Auch Japans Ministerpräsident war nicht nach Moskau gereist, dafür aber sein chinesischer Amtskollege.

Moskau hatte angekündigt, bei der Parade auch militärische Neuerungen vorstellen zu wollen. So war etwa das Panzermodell T-14 zu sehen, das ab 2020 verstärkt zum Einsatz kommen soll. Schon in den 50er und 60er Jahren galt die Parade zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland als Werkschau millitärischer Leistungsstärke, die vor allem auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs interessiert verfolgt wurde.

Im Anschluss an die Parade in Moskau legten die Gäste rote Nelken am Grab des unbekannten Soldaten nieder.

Russland war 1941 in den Zweiten Weltkrieg eingetreten, in den vier Kriegsjahren bis 1945 kamen nach offiziellen Angaben mehr als 25 Millionen Russen ums Leben.

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