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Indonesien und Malaysia: Flüchtlinge dürfen an Land

Indonesische Fischer haben vor der Insel Aceh mehrere hundert Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die meisten von ihnen stammen aus Myanmar und sind

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Indonesien und Malaysia: Flüchtlinge dürfen an Land

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Indonesische Fischer haben vor der Insel Aceh mehrere hundert Flüchtlinge aus Seenot gerettet.

Meinung

Wir wollten einfach nur ein moslemisches Land erreichen

Die meisten von ihnen stammen aus Myanmar und sind Angehörige der dort verfolgten Minderheit der Rohingya. Die Moslems sind auch Nachbarländern nicht willkommen.

Den zum Teil völlig ausgezehrten Flüchtlingen wird von den indonesischen Behörden inzwischen der Landgang gestattet.

Indonesien und Malaysia wichen von ihrer Blockadepolitik ab und bieten Flüchtlingen vorübergehend Obdach, wenn die internationale Gemeinschaft für eine dauerhafte Umsiedlung sorgt.

Einer der Flüchtlinge sagte:

“Wir haben uns durch die Bootspassage gerettet. Wir wollten einfach nur ein moslemisches Land erreichen, entweder Malaysia oder Indonesien. Eigentlich war es uns egal, Hauptsache irgendein moslemisches Land.”

Malaysia stellte klar: Die Hilfe gilt nur für Flüchtlinge, die es aus eigener Kraft an die Küsten schaffen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) begrüßte die neue Aufnahmepraxis Malaysias und Indonesiens.

Dies sei ein wichtiger erster Schritt bei der Suche nach einer Lösung dieses Problems.

Nunmehr müssten noch auf dem Meer treibende Flüchtlinge “ohne Verzögerung” an Land gebracht und versorgt werden.

Nach einem Gespräch mit mehreren Regierungen in Südostasien kündigte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ein Spitzentreffen zur Flüchtlingsproblematik am 29. Mai in Bangkok an.

Im kommenden Jahr wollen die Vereinten Nationen erstmals ein Flüchtlingsgipfeltreffen in Istanbul abhalten.