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Türkei: Parlamentswahlen haben begonnen

In der Türkei haben die Parlamentswahlen begonnen. 56,6 Millionen Türken sind dazu aufgerufen, die 550 Abgeordneten der Großen Nationalversammlung in

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Türkei: Parlamentswahlen haben begonnen

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In der Türkei haben die Parlamentswahlen begonnen. 56,6 Millionen Türken sind dazu aufgerufen, die 550 Abgeordneten der Großen Nationalversammlung in Ankara zu bestimmen. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im vergangenen August. Die von ihm gegründete Regierungspartei AKP mit Ministerpräsident Ahmet Davutoglu strebt eine Verfassungsänderung hin zu einem Präsidialsystem an. Ob sie die dafür nötige absolute Mehrheit halten kann, ist jedoch nicht klar. Umfragen sagen der islamisch-konservativen Partei Stimmverluste voraus.

Die wichtigste Oppositionspartei CHP um Spitzenkandidat Kemal Kilicdaroglu könnte demnach mit 28 Prozent der Stimmen rechnen und so leicht dazugewinnen. Die Partei von Staatsgründer Kemal Atatürk will beim Thema Wirtschaft und Soziales punkten. Sie versprach weniger Arbeitslosigkeit und höhere Renten.

Die pro-kurdische HDP buhlt um ihren erstmaligen Einzug ins Parlament – sollte sie die Zehn-Prozent-Hürde knacken, wackelt die absolute Mehrheit der AKP. Die HDP will unter anderem den Friedensprozess zwischen der PKK und der Regierung vorantreiben und den Mindestlohn anheben.

Im Wahlkampf ging es vor allem um Inneres, Außen- und Europapolitik spielten kaum eine Rolle. Die Wahllokale schließen um 16 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Erste Ergebnisse werden am Abend erwartet.