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Hoffnung auf Wandel: Linke übernehmen Macht in Madrid und Barcelona

Sie hat die Konservativen in Madrid nach 24 Jahren zu Fall gebracht: Die parteilose Juristin Manuela Carmena wurde vom Stadtrat zur neuen

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Hoffnung auf Wandel: Linke übernehmen Macht in Madrid und Barcelona

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Sie hat die Konservativen in Madrid nach 24 Jahren zu Fall gebracht: Die parteilose Juristin Manuela Carmena wurde vom Stadtrat zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Die 71-jährige pensionierte Richterin erhielt die Stimmen des Bündnisses Ahora Madrid, dem die Linkspartei Podemos angehört, und die der Sozialisten. Carmena bedankte sich auf Twitter bei ihren Wählerinnen und Wählern. “Wir werden zuhörend regieren”, schrieb sie weiter. “Wir sind eure Diener.”

Meinung

Wir werden zuhörend regieren.

Doch nicht nur in der Hauptstadt bröckelt die Vorherrschaft der konservativen Regierungspartei Partido Popular. Sie hatte bei den Kommunalwahlen vor knapp drei Wochen drastisch an Stimmen verloren und musste in etwa der Hälfte der von ihnen regierten Provinzhauptstädten die Macht abgeben. Podemos-Chef Pablo Iglesias sieht sich damit nur anderthalb Jahre nach Parteigründung auf dem Weg in die Regierung: “Es weht ein frischer Wind durch die Institutionen, das könnte der Beginn eines Wandels im ganzen Land sein. Wir fühlen uns gestärkt, um die Partido Popular bei den Parlamentswahlen im November zu schlagen.”

Auch in Barcelona löste eine linke Politikerin eine konservative Regierung ab. Ada Colau wurde zur Bürgermeisterin der zweitgrößten Stadt des Landes gewählt. Die 41-Jährige stammt wie Carmena aus der Anti-Austeritätsbewegung “Indignados”, die Empörten. Sie hatte sich im Wahlkampf vor allem gegen Zwangsräumungen engagiert. Unterstützer feierten den Sieg der ehemaligen Aktivistin als Neuanfang. Colau ist zudem die erste Frau an der Spitze der katalanischen Hauptstadt.