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Nach griechischem Nein: Erste Reaktionen aus Europa

Während in Griechenland die Gegner des Reformprogramms vor dem Parlament in Athen feiern, reagierten nach dem überraschend klaren Nein der Griechen die ersten Politiker auf dieses historische Votum.

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Nach griechischem Nein: Erste Reaktionen aus Europa

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Während in Griechenland die Gegner des Reformprogramms vor dem Parlament in Athen feiern, reagierten nach dem überraschend klaren Nein der Griechen die ersten Politiker auf dieses historische Votum.

Meinung

Wir haben zunächst einmal ein solches Ergebnis zu akzeptieren.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Abend in Wien, dass nun Athen am Zug sei: “Wir haben zunächst einmal ein solches Ergebnis zu akzeptieren. Es ist das Ergebnis eines Referendums, an dem das griechische Volk zu einem größeren Teil teilgenommen hat. Welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, das ist eine Entscheidung, die jetzt in erster Linie in Griechenland getroffen werden muss und deshalb liegt der Ball in Athen.”

Aus Aachen kamen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz gewohnt skeptische Worte: “Meiner Meinung nach wird die Situation des griechischen Volkes im Laufe der Woche jeden Tag schwieriger werden. Deswegen muss die EU am Montag oder spätestens am Dienstag über ein humanitäres Hilfsprogramm für Griechenland verhandeln. Die normalen Bürger, die Rentner, Kranken und Kinder dürfen nicht den Preis für diese dramatische Situation zahlen, in die sie ihre Regierung gebracht hat.”

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande machten sich schon kurz nach dem Referendum für einen EU-Sondergipfel am Dienstag stark. Die beiden Politiker werden sich am Montag zu Vorgesprächen in Paris treffen.