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Geschlossene Banken: Alltag bleibt schwierig für Griechen

Für die Griechen hat sich auch diese Woche noch nichts geändert: Sie kommen nur an wenig Geld, und das auch nur an Automaten. Zugleich kann alles nur

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Geschlossene Banken: Alltag bleibt schwierig für Griechen

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Für die Griechen hat sich auch diese Woche noch nichts geändert: Sie kommen nur an wenig Geld, und das auch nur an Automaten.

Meinung

Ein Grexit wäre eine Katastrophe.

Zugleich kann alles nur noch in bar bezahlt werden, außer Lebensmitteln und Benzin wird kaum noch etwas gekauft.

Mindestens diese Woche bleiben die Banken auch noch geschlossen.

“Alles ist schwierig”, sagt ein Mann in der Hauptstadt Athen; “wir wissen nicht, ob wir nächsten Monat und darüberhinaus Geld kriegen. Die Zukunft ist ungewiss, auf nichts ist mehr Verlass. Wir brauchen unbedingt eine Übereinkunft, ein Grexit wäre viel schlimmer.”

“Die letzten zwei Wochen hat sich kein Kunde gemeldet, keiner”, sagt der Goldschmied Giannis Bakalis. “Ich übertreibe nicht mit der Gefahr. Von Grexit will ich nichts hören, das wäre für das Land eine Katastrophe.”

“Alles steht still, alle Lieferanten wollen Vorabzahlung”, sagt der Ladenbesitzer Nikos Georgakopoulos. “Aber wem kann man denn Geld schicken, wenn die Banken zuhaben? Man kann nichts ins Ausland schicken, nur im Inland einkaufen.”

Für Unsicherheit sorgte heute auch noch “der Bericht der Zeitung “Kathimerini”, die Regierung bereite die Einführung von Schuldscheinen vor”:http://www.kathimerini.gr/822627/article/oikonomia/ellhnikh-oikonomia/ti-einai-kai-pws-xrhsimopoioyntai-oi-yposxetikes-plhrwmhs-ious, eine mögliche Vorstufe zu einer neuen Währung.

Damit sollen dem Zeitungsbericht zufolge die Gehälter der Staatsbediensteten und die Renten Ende des Monats bezahlt werden.

Das Finanzministerium erklärte dazu, der Bericht sei unwahr. “Solche Berichte wenden sich gegen das Land”, hieß es weiter.

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