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Audrey Hepburn: "Sie dachte immer, sie sei im falschen Film"

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Audrey Hepburn: "Sie dachte immer, sie sei im falschen Film"

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Weite, wippende Röcke, das Kleine Schwarze, etwas zu große Sonnenbrillen, das Nickituch, knöchellange 7/8-Hosen und flache Ballerinaschuhe – das

Weite, wippende Röcke, das Kleine Schwarze, etwas zu große Sonnenbrillen, das Nickituch, knöchellange 7/8-Hosen und flache Ballerinaschuhe – das Gesicht dazu: Audrey Hepburn – das New Yorker Partygirl Holly Golightly in “Frühstück bei Tiffany” und die derbe Blumenverkäuferin Eliza Doolittle in “My Fair Lady”. Zu sehen bis Mitte Oktober in einer großen Fotoausstellung in der National Portrait Gallery in London.

Meinung

...dass Leute kommen und das erkennen, dass der Fehler korrigiert würde und man sie nach Hause schickt

Helen Trompeteler, Co-Kuratorin:

“Nun, in dieser Ausstellung versuchen wir, ein Gleichgewicht zu finden zwischen den “endgültigen” Porträts, berühmt und beliebt und der Suche nach Bildern, die seltener öffentlich gezeigt werden. Ein großer Teil der frühen Fotografien aus ihrer Kindheit, etwa beim Tanzen in Arnhem, sind weniger bekannt. Wir haben wirklich das Glück, die privatere, persönliche Seite von Audrey Hepburn in der Ausstellung zu zeigen.”

1929 in Brüssel geboren, entdeckte Hepburn Musik und Tanz im Alter von fünf Jahren.

Ihre beiden Söhne, sonst schon mal über das Erbe zerstritten, gaben frühe “Familienfotos” frei – neben den klassischen Porträts von berühmten Fotografen wie Cecil Beaton und Angus McBean zu sehen.

Sohn Luca Dotti steuert eine Prise Psychologie bei.

Luca Dotti , Sohn von Audrey Hepburn :

“Sie dachte immer, sie sei im falschen Film, dass man sie irrtümlich ausgewählt habe. Dass Leute kommen und das erkennen, dass der Fehler korrigiert würde und man sie nach Hause schickt. Sie war ganz anders als all die Stars in dieser Zeit. Sie meinte nicht mal, dass sie eine echte Schauspielerin sei. Auch keine echte Sängerin, Tänzerin, oder Entertainerin. “

Dafür hielt ihre Karriere ziemlich lang – zu sehen sind 65 Jahre seit Hepburns Auftritt als Tanz- und Chormädchen in einem Nachtclub in Hollywood. Nahezu jeder ihrer Filme wurde zu einem Erfolg an der Kinokasse. Sie wurde mit Preisen überhäuft.

Hepburns Wohltätiggkeitsarbeit für die Unicef seit 1988 sei ihre größte Hinterlassenschaft, meint Luca Dotti. Anstoß dafür war laut Dotti Bob Geldofs Live Aid Konzert 1985. Damals sei Hepburn klar geworden, dass die
Unterhaltungsindustrie einen humanitären Beitrag leisten kann.

Die Ausstellung “Audrey Hepburn: Porträts einer Ikone” läuft bis zum 18. Oktober.

su