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Wieder trifft sich Griechenlands Regierungschef mit den Vorsitzenden fast aller großen Parteien. Sie unterstützen seinen Kurs, nun will er sie

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Wieder trifft sich Griechenlands Regierungschef mit den Vorsitzenden fast aller großen Parteien.

Sie unterstützen seinen Kurs, nun will er sie nacheinander über die neuen Entwicklungen informieren.

Das sei wichtig, sagt Alexis Tsipras, damit es keine Missverständnisse gebe.

Ganz nebenbei braucht er bei bevorstehenden Abstimmungen auch Stimmen aus anderen Parteien.

Auch jedes neue Hilfspaket wäre wieder mit Auflagen verbunden, die Teile seiner
Partei und seiner Fraktion ablehnen würden.

Erster Gesprächsgast war Stavros Theodorakis, der Vorsitzende der Partei “To Potami”.

Man brauche eine Übereinkunft mit den Geldgebern vor Sonntag, sagt er, Sonntag sei zu spät. Ein endgültiges Abkommen müsse man bis Freitagfrüh haben.

Für den Weltwährungsfonds, einen der Gläubiger Griechenlands, sagt seine Chefin, Kredite gebe es immer gegen Auflagen.

Der Fonds werde seine Regeln nicht aufweichen, eine Sonderbehandlung gebe es nicht.

Ein neues Hilfsprogramm müsse auf zwei Säulen stehen, so Christine Lagarde weiter:

Das seien zum einen tiefgehende Reformen und eine Haushaltskonsolidierung, wie sie in anderen Ländern wie Portugal oder Lettland funktioniert hätten.

Das andere sei eine Schuldenumschichtung, wie sie im speziellen Fall Griechenland nötig sei, damit die Schuldenlast tragfähig sei.

Heute will Griechenland neue Vorschläge machen, wie es aus der Krise herauskommen kann; weitere Milliardenhilfen hat es bereits beantragt.

Sonntag beraten darüber die Staats- und Regierungschefs der EU.

Dieses Sondergipfeltreffen kann dann weitere Hilfen bewilligen – oder den “Grexit” einleiten.

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