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Karibisches Tauwetter: Kuba und USA nehmen diplomatische Beziehungen auf

Kuba unterhält nach 54 Jahren wieder eine Botschaft in der US-Hauptstadt Washington. Nach Jahrzehnten der Feindschaft hatten die USA und Kuba zuvor

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Karibisches Tauwetter: Kuba und USA nehmen diplomatische Beziehungen auf

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Kuba unterhält nach 54 Jahren wieder eine Botschaft in der US-Hauptstadt Washington. Nach Jahrzehnten der Feindschaft hatten die USA und Kuba zuvor ihre diplomatischen Beziehungen offiziell wieder aufgenommen. Diese waren 1961, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, eingestellt worden. Havannas Außenminister Rodriguez knüpfte am Montag weitere Erwartungen an die Annährung: “Die historischen Ereignisse, die wir heute erleben, ergeben nur einen Sinn, wenn die bestehenden Handels- und Finanzblockaden aufgehoben werden, die unserem Volk bisher so viel Schaden zugefügt haben. Auch das besetzte Gebiet von Guantanamo muss aus Respekt vor der Souveränität Kubas zurückgegeben werden.”

Für die USA ist dieser Schritt vorerst nicht denkbar. Das machte Außenminister John Kerry seinem Amtkollegen deutlich: “Zur Zeit gibt es keine Diskussion und auch keine Intention unsererseits, die bestehenden Überlassungverträge oder ein anderes Abkommen zu verändern. Wir verstehen aber, dass Kuba dies als wichtig empfindet. Was die Zukunft bringen wird, weiß ich nicht. Momentan geht es uns nicht darum.”

Mit der neuen Vereinbarung sind die USA diplomatisch wieder auf Kuba vertreten. Die US-Flagge auf dem Gelände der Botschaft in Havanna soll allerdings erst bei einem anstehenden Besuch von Außenminister John Kerry gehisst werden.