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UN zu Syrien: "Schandfleck auf dem humanitären Gewissen der Welt"

In Syrien haben sowohl Regierungstruppen als auch Rebellen Erfolge gemeldet. Aufständische unter denen nach Informanten der Syrischen

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UN zu Syrien: "Schandfleck auf dem humanitären Gewissen der Welt"

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In Syrien haben sowohl Regierungstruppen als auch Rebellen Erfolge gemeldet. Aufständische unter denen nach Informanten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte Anhänger der Al-Nusra-Front sind, starteten eine Großoffensive im Nordwesten des Landes. Sie rücken damit auf die von Assads Truppen kontrollierte Küstenregion vor.

Meinung

In dieser Region ist es besonders akut

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London meldet weiter, dass Regierungstruppen die Stadt Hasaka, im Nordosten des Landes, von Kämpfern der IS-Miliz zurückerobert haben. Auch die kurdischen Volkseinheiten YPG hatten für die Befreiung Hasakas gekämpft. Die Stadt liegt im syrischen Kurdengebiet. Die kurdischen Milizen halten den Norden der Stadt, die Regierungssoldaten den Süden.

UNO-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien erinnerte vor dem Sicherheitsrat in New York an die humanitäre Krise in Syrien. Im August will O’Brien in Damaskus mit der Regierung über einen besseren Zugang zu Hilfsleistungen diskutieren. “Ich bin schockiert und empört . Trauriger- und erschreckender Weise gibt es heute auf der ganzen Welt humanitäre Krisen und menschliches Elend. Doch in dieser Region ist es besonders akut. Wir haben es mit einem unerbitterlichen Schandfleck auf dem humanitären Gewissen der Welt zu tun”, so O’Brien in New York.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind im syrischen Bürgerkrieg bisher mehr als 220.000 Menschen getötet worden. 12.2 Millionen sind auf humanitäre Hilfen angewiesen. 7.6 Millionen Menschen haben ihre Heimat verlassen, etwa 4 Millionen unter ihnen sind vor den Kämpfen aus dem Land geflohen – davon rund 1.7 Millionen in die benachbarte Türkei.