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Mord an Ex-Agent Litwinenko: Britische Polizei hält Stellen des russischen Staats für Urheber

Die britische Polizei geht davon aus, dass Stellen des russische Staats in den Mord an dem ehemaligen KGB-Spion Alexander Litwinenko vor neun Jahren

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Mord an Ex-Agent Litwinenko: Britische Polizei hält Stellen des russischen Staats für Urheber

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Die britische Polizei geht davon aus, dass Stellen des russische Staats in den Mord an dem ehemaligen KGB-Spion Alexander Litwinenko vor neun Jahren verwickelt waren.

Meinung

Diejenigen, die Litwinenkos Mord geplant haben, wollten nicht, dass die Todesursache entdeckt wird

Seit Januar läuft in London eine Untersuchung unter Vorsitz eines Obersten Richters zu dem diplomatisch brisanten Fall. Die beiden Männer, die Litwinko nach Ansicht der Ermittler mit Polonium vergifteten, hätten keinerlei persönliche Motive gehabt, so der die Polizei vertretende Anwalt Richard Horwell in seinen abschließenden Ausführungen.

“Diejenigen, die Litwinenkos Mord geplant haben, wollten nicht, dass die Todesursache entdeckt wird. Die Beweise legen als einzige glaubwürdige Erklärung nahe, dass auf die ein oder andere Weise der russische Staat an Litwinenkos Mord beteiligt war.” Horwell warf Moskau vor, die Ermittlungen zu blockieren. Beide Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Ex-KGB-Agent Andrei Lugowoi ist inzwischen Mitglied der russischen Duma und genießt Immunität. Dimitri Kowtun streitet ab, jemals für den KGB gearbeitet zu haben. Obwohl angekündigt, sagte er zuletzt doch nicht per Videoschalte in London aus, die russischen Behörden hätten ihm dazu keine Genehmigung erteilt, sagte Kowtun am Montag der britischen BBC.

Die beiden Männer werden aufgrund hinterlassener radioaktiver Spuren verdächtigt, den zum Kreml-Kritiker gewordenen Ex-Spion Litwinenko in einem Londonder Hotel Polonium 210 in den Tee gegeben zu haben. Das radioaktive Attentat habe viele andere Menschen in Gefahr gebracht, so Anwalt Horwell.

Laut dem Gerichtsmediziner war die Obduktion der Leiche Litwinenkos aufgrund der Strahlung nur unter Sicherheitsvorkehrungen möglich.

Die Anhörungen für die britische Untersuchung sollen diese Woche abgeschlossen sein. Ein abschließender Bericht wird Ende des Jahres erwartet.