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Irak: Bagdad will Verantwortliche für den Verlust von Mossul vor Gericht stellen

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Irak: Bagdad will Verantwortliche für den Verlust von Mossul vor Gericht stellen

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Die Eroberung von Mossul, der zweitgrößten Stadt des Irak, durch die IS-Miliz vor mehr als einem Jahr war ein herber Rückschlag für die Zentralregierung in Bagdad. Nun sollen hochrangige Offizielle und der ehemalige Ministerpräsident Nuri Al-Maliki dafür vor Gericht Rechenschaft ablegen.

Das forderte am Sonntag ein Untersuchungsausschuss des irakischen Parlaments. Maliki’s Nachfolger, der amtierende Ministerpräsident Haider Al-Abadi, will außerdem die damals verantwortlichen Armeekommandeure vor ein Militärgericht stellen lassen. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Positionen zu leicht aufgegeben zu haben.

Vier Jahre nach dem Abzug der US-Truppen ist die Moral in der neu aufgebauten, eine Million Mann starken irakische Armee schlecht, ihre Schlagkraft durch Sektierertum, Klientelismus und Bestechlichkeit geschwächt.

Maliki hatte vor einer Woche tiefgreifende Reformen angekündigt, um diese auch in der Regierung allgegenwärtigen Probleme anzugehen.

Die IS-Miliz nutzte die Schwäche der Zentralregierung vor einem Jahr mit rasanten Vorstößen aus. Derzeit ist etwa ein Drittel des irakischen Territoriums in der Hand der sunnitischen Dschihadisten.