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Vollgemüllt: Der 81-jährige Karasek und der IKEA-Katalog

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Vollgemüllt: Der 81-jährige Karasek und der IKEA-Katalog

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Der deutsche Literaturkritiker Hellmuth Karasek macht Werbung für IKEA. In einem YouTube-Video sitzt er im hellblauen Poloshirt, das am Bauch leicht spannt, in einem hellen (IKEA?-)Sessel und verkündet in seiner gewohnt literarisch-besserwisserischen Sprache, es sei ein Skandal, dass das meistverbreitete Buch der Welt noch nie zuvor rezensiert wurde. Das hat Karasek jetzt nachgeholt. Das Video hat englische Untertitel, damit die internationale Netzgemeinde auch versteht, was da gesagt wird.
Es fehlt nicht an Kritik, “sozusagen vollgemüllt mit Gegenständen” sei der Katalog; und auch dass der Leser mit Du angesprochen wird, stört Karasek.

Wie wohl alle verliert Karasek im IKEA-Katalog ein bisschen den Überblick und sucht verzweifelt nach der Rubrik Wohnzimmer.

2011 hatte Karasek in einem Interview gesagt: Das digitale Medium ist mir unendlich fremd Ist ihm der IKEA-Katalog im Grunde auch unendlich fremd? Nur schwer können wir uns den 81-jährigen Karasek auf dem Parkplatz eines IKEA-Kaufhauses beim Einräumen des Kofferraums vorstellen. Oder nach diesem Video vielleicht doch?