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Süd- und Nordkorea verhandeln - und zanken weiter

Die Lage zwischen den beiden koreanischen Staaten bleibt trotz Verhandlungen angespannt. Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye verlangt vom Norden

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Süd- und Nordkorea verhandeln - und zanken weiter

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Die Lage zwischen den beiden koreanischen Staaten bleibt trotz Verhandlungen angespannt. Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye verlangt vom Norden, sich zu dafür entschuldigen, dass zwei südkoreanische Soldaten an der Grenze durch angeblich nordkoreanische Landminen verletzt wurden. Pjöngjang lehnt das aber ab.

Meinung

Wir verlangen eine Entschuldigung.

Park: “Wir verlangen eine klare Entschuldigung und Maßnahmen, dass keine Provokationen mehr vorkommen und die Spannungen nachlassen. Andernfalls werden wir angemessene Schritte ergreifen und die Lautsprecher weiter laufen lassen.”

Südkorea sendet mit Hilfe dieser Lautsprecher antikommunistische Propagandasendungen über die Grenze in den Norden. Der hat ähnliche Anlagen, die aber nicht so laut sind wie die des Südens.

Am Wochenende trafen sich Spitzenvertreter beider Länder an der Grenze zu Gesprächen, eine weitere Eskalation wurde zunächst abgewendet, ohne jedoch eine wirklich dauerhafte Lösung zu finden.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte am Freitag, einen Tag nach einem Schusswechsel beider Staaten, die Grenztruppen in höchste Gefechtsbereitschaft versetzt und den Quasi-Kriegszustand ausgerufen.

Auf beiden Seiten der Grenze stehen sich mehr als eine Million Soldaten gegenüber. Dass es zu einem offenen Krieg kommt, ist unwahrscheinlich, da für beide Länder zu viel auf dem Spiel steht.

Die koreanische Halbinsel befindet sich völkerrechtlich seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) immer noch im Kriegszustand. Ein Friedensvertrag zwischen den Kriegsparteien ist bis heute nicht geschlossen worden.