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Vor Libyen: Zwei Flüchtlingsboote gesunken, mehrere Hundert Tote vermutet

Vor der lybischen Küste sind erneut zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt bis zu 500 Menschen an Bord gesunken. Das meldet die libysche Küstenwache

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Vor Libyen: Zwei Flüchtlingsboote gesunken, mehrere Hundert Tote vermutet

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Vor der lybischen Küste sind erneut zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt bis zu 500 Menschen an Bord gesunken. Das meldet die libysche Küstenwache. Sie vermutet trotz Rettungsaktion mehrere Hundert Tote. Viele der Ertrunkenen waren offenbar im Frachtraum des Schiffs eingesperrt, als es sank. Etwa 100 Leichen wurden bereits nach Zurawa gebracht, wo beide Schiffe abgelegt hatten.

Am Mittwoch hatte die schwedische Küstenwache vor Libyen ein Boot mit mindestens 51 toten Migranten entdeckt. Die Menschen waren offenbar im Frachtraum des Schiffs erstickt. Ihre Leichen wurden nach Palermo überführt. “Die Luft unter Deck war sehr sehr schlecht. Es gab dort kaum Sauerstoff und es war extrem überfüllt. In dem Raum befand sich auch der Motor. Wir können uns kaum vorstellen, wie es gewesen sein muss”, erzählt Mattias Lindholm von der schwedischen Küstenwache.

Allein in der vergangenen Woche hatte die EU-Grenzschutzagentur Frontex nach eigenen Angaben rund 3400 Flüchtlinge vor der Küste Libyens aus dem Mittelmeer gerettet. Oft legen sie in Holz- und Schlauchbooten oder aber überfüllten alten Frachtschiffen in Libyen ab um nach Europa zu gelangen. Schlepper verlangen von ihnen viel Geld für die Überfahrt.

Die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” spricht von der “unverantwortlichen” Politik Europas.