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Flüchtlingsansturm auf Kroatien: Chaos in Tovarnik

An der serbisch-kroatischen Grenze bleibt die Lage angespannt. Auf kroatischer Seite im Ort Tovarnik versuchen Flüchtlinge verzweifelt, Plätze in

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Flüchtlingsansturm auf Kroatien: Chaos in Tovarnik

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An der serbisch-kroatischen Grenze bleibt die Lage angespannt. Auf kroatischer Seite im Ort Tovarnik versuchen Flüchtlinge verzweifelt, Plätze in Zügen und Bussen zu ergattern, mit denen sie nach Ungarn gebracht werden.

Die Regierung in Budapest kritisiert dieses Vorgehen und spricht von “einer Verletzung der ungarischen Souveränität”. Der kroatische Ministerpräsident Zoran Milanovic sagte, sein Land werde keine Flüchtlinge mit Gewalt an der Einreise hindern oder sie zum Verbleib zwingen.

Bereits jetzt haben Tausende die serbisch-kroatische Grenze passiert, aufgrund des Ansturms ist der Ort Tovarnik vollkommen überfüllt.

Seit Ungarn in der vergangenen Woche seine Grenze zu Serbien schloss, weichen viele Flüchtlinge über Kroatien aus, um anschließend über Ungarn oder Slowenien nach Mittel- oder Nordeuropa zu gelangen.

Kroatien erreichen viele Flüchtlinge aus Serbien kommend über die “grüne Grenze”. Die Grenzübergänge waren geschlossen worden. Eine vollständige Abriegelung sei nur unter Gewaltanwendung und mit einem Militäreinsatz möglich, sagte Kroatiens Ministerpräsident. Den habe man nicht vor, so Milanovic.