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Steigende Flüchtlingszahlen sorgen weiter für Probleme in Europa


Griechenland

Steigende Flüchtlingszahlen sorgen weiter für Probleme in Europa

Die Zahl an Flüchtlingen, die in Griechenland ankommen, steigt weiter. Gut 400.000 sind laut dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR seit Jahresbeginn über die Ägäis nach Europa gelangt. Insgesamt liegt die Zahl der Flüchtlinge und illegalen Migranten, die bisher in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Europa kamen, bei weit mehr als einer halben Million. Über Griechenland gelangen zumeist Syrer in die EU. (Zahlen des UNHCR für Griechenland und für Italien.)

Einer von ihnen ist Khaled. Er erzählt: “Als wir in das Boot stiegen und die hohen Wellen sahen, wollte ich zurück. Aber wohin soll ich zurück? Wir mussten fliehen. Ich hatte Angst um meine Kinder. Wenn ihnen etwas zustößt, bin ich verantwortlich.”

Die meisten Flüchtlinge und illegalen Migranten wollen in die reichen Länder im Westen und Norden Europas. Inzwischen reisen sie vorwiegend über Kroatien, da Ungarn jüngst seine Grenze zu Serbien dichtgemacht hat. In den vergangenen zwei Wochen haben mehr als 100.000 Flüchtlinge Kroatien passiert. Das Land klagt bereits über die Belastung durch die Migranten. Die ziehen allerdings weiter nach Ungarn und von dort dann in Länder wie Deutschland oder Schweden.

Inzwischen hat Tschechien Ungarn Hilfe bei der Sicherung der EU-Außengrenze angeboten. Das teilte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Freitag auf Twitter mit. Die tschechische Armee hat bereits angekündigt, voraussichtlich Mitte Oktober zunächst rund 20 Soldaten mit Feldküchen und weiterer Ausrüstung im Rahmen einer zweimonatigen Übung nach Ungarn zu entsenden.

Der Bahnverkehr zwischen Salzburg und Deutschland bleibt indes wegen des Flüchtlingsansturms länger als geplant unterbrochen. Auf Anweisung der deutschen Behörden fahren bis zum 12. Oktober auf der Strecke nach Bayern keine planmäßigen Züge, wie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mitteilten. Ursprünglich sollte die Sperre zunächst bis zum 4. Oktober andauern. Betroffen sind demnach sowohl der Fern- als auch der Nahverkehr in beiden Richtungen. Wegen des massiven Andrangs an Flüchtlingen und illegalen Migranten ist der Zugverkehr zwischen Österreich und Deutschland seit mehr als zwei Wochen beeinträchtigt.

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