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Neue Todesopfer durch Gewaltspirale in Nahost

Bei neuen Zusammenstößen mit dem israelischen Militär sind mindestens vier Palästinenser getötet worden. Am Freitag kam es in mehreren Teilen des

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Neue Todesopfer durch Gewaltspirale in Nahost

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Bei neuen Zusammenstößen mit dem israelischen Militär sind mindestens vier Palästinenser getötet worden.

Am Freitag kam es in mehreren Teilen des Westjordanlandes und des Gazastreifens zu Gewaltausbrüchen.

Auf Steinwürfe von überwiegend jugendlichen Palästinensern reagierten israelische Sicherheitskräfte mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen.

In Nablus warfen Jugendliche Molotow-Cocktails auf das Josefsgrab und setzten es damit in Brand. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Das Grab gilt als letzte Ruhestätte der biblischen Gestalt Josef und wird von Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen verehrt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Brandstiftung scharf.

Militante Mitglieder von Abbas` Fatah-Partei und der Al-Aqsa-Brigaden demonstrierten in Dschenin gegen jegliche friedliche Einigung mit Israel.

Mehrere Palästinensergruppen hatten für diesen Freitag zu einem “Tag des Zorns” aufgerufen.

Ein als Reporter getarnter Palästinenser griff in der jüdischen Siedlung Kiriat Arba bei Hebron einen
israelischen Soldaten an und verletzte ihn durch Messerstiche. Der Angreifer wurde erschossen,

Das Gesundheitsministerium in Gaza bestätigte den Tod eines weiteren Palästinensers an der Grenze zum Gazastreifen.

Augenzeugen berichteten, israelische Soldaten hätten das Feuer auf palästinensische Demonstranten eröffnet, nachdem diese den Grenzzaun mit Steinen angegriffen hätten.

Die Palästinenserproteste richten sich überwiegend gegen angebliche israelische Pläne, die Verhältnisse auf dem Juden wie Muslimen heiligen Tempelberg in Jerusalem zu verändern.

Seit Monatsbeginn fielen der Gewalt sieben Israelis und mehr als 30 Palästinenser zum Opfer.