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Ferrari an der Börse - Wall Street sieht rot

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Ferrari an der Börse - Wall Street sieht rot

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Der italienische Sportwagenbauer Ferrari ist in New York an die Börse gestartet. Der erste Aktienkurs – 60 Dollar – war gut 15 Prozent höher als der ursprüngliche Ausgabepreis. Obwohl die Stimmung an den Börsen wegen Turbulenzen in China und anderen Schwellenländern derzeit eher gedämpft ist und in den letzten Wochen verschiedene Börsengänge verschoben werden mussten, war die Emission der Ferrari-Titel deutlich überzeichnet.

Fiat Chrysler hält 90% an der italienischen Edelmarke. Der Rest gehört Piero Ferrari, dem Sohn des 1988 verstorbenen legendären Firmengründers Enzo Ferrari.
Ferrari will künftig mehr Autos bauen. Aus gut 7.000 Fahrzeuge sollen es nach Medienberichten (“Motortalk”) bis 2019 rund 9.000 Autos im Jahr werden. Zur Zeit geht fast die Hälfte (45%) der Produktion nach Europa, Afrika, Nahost, gut ein Drittel (34%) nach Amerika und der Rest nach Asien.

Um das Interesse zu schüren, hat der italienisch-amerikanische Mutterkonzern nur ein relativ kleines Paket von 10% der Ferrari-Aktien auf den Markt gebracht. Bei einer Gesamtbewertung von 8,6 Milliarden Euro bríngt der Börsengang nun mindestens 787 Millionen Euro.

Und der Plan von Sergio Marchionne – Konzernchef von Fiat Chrysler und Präsident von Ferrari in Personalunion – den Wert des angeschlagenen italienisch-amerikanischen Konzerns dadurch in die Höhe zu treiben, ist aufgegangen. Seit Ferrari den Börsengang angekündigt hat, legten die Titel von Fiat Chrysler rund 80% zu.

su mit Reuters