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Flüchtlingskrise: Slowenisches Parlament stimmt Militäreinsatz zu

Das slowenische Parlament hat einem Militäreinsatz in der Flüchtlingskrise zugestimmt. Das Land will so den Andrang von Asylsuchenden, die über

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Flüchtlingskrise: Slowenisches Parlament stimmt Militäreinsatz zu

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Das slowenische Parlament hat einem Militäreinsatz in der Flüchtlingskrise zugestimmt. Das Land will so den Andrang von Asylsuchenden, die über Kroatien einreisen, bewältigen.

In der Nacht waren mehr als 1000 Flüchtlinge mit Zügen an der Grenze angekommen. Viele kannten den Weg nach Slowenien nicht. Ein Teil der Gruppe, darunter viele Frauen und Kinder, überquerte den Fluss Sutla, um in das Nachbarland zu gelangen.

“Der Fluss ist sehr kalt”, so ein junger Mann aus dem Irak. “Das Wasser ist sehr tief, es reichte mir bis zum Kopf. Deshalb entschieden wir uns, hierher zu kommen. Wir brauchen Hilfe, wir brauchen Kleidung, Nahrung. Wir sind alle naß.”

Tausende Flüchtlinge warten unterdessen in einem Lager im slowenischen Brezice auf ihre Weiterreise nach Österreich.

Das neue Gesetz erlaubt es dem slowenischen Militär, u.a. Grenzpatrouillen durchzuführen und Flüchtlinge festzuhalten.

Ministerpräsident Miro Cerar kritisierte unterdessen die kroatischen Behörden scharf. Diese hielten sich nicht an Vereinbarungen, was die Zahl der Flüchtlinge angehe.