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Kreuzverhör: Clinton steht US-Kongress elf Stunden Rede und Antwort

Demonstrativ gut gelaunt präsentierte sich Hillary Clinton nach elf Stunden Kreuzfeuer im US-Kongress. In ihrer Funktion als ehemalige

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Kreuzverhör: Clinton steht US-Kongress elf Stunden Rede und Antwort

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Demonstrativ gut gelaunt präsentierte sich Hillary Clinton nach elf Stunden Kreuzfeuer im US-Kongress.

Meinung

Ich bin mir der Gefahren sehr bewusst, denen unsere Diplomaten ausgesetzt sind

In ihrer Funktion als ehemalige Außenministerin wurde die demokratische Präsidentschaftbewerberin auf den Prüfstand gestellt.

Im Mittelpunkt der live im Fernsehen übertragenen Sitzung stand die Frage:

Was geschah 2012 in Libyen, als vier Amerikaner im US-Konsulat von Bengasi umkamen, darunter US-Botschafter Chris Stevens?

Wegen ihres Krisenmanagements der Attacke war Clinton vor allem von republikanischer Seite harsch kritisiert worden.

Der republikanische Ausschussvorsitzende warf Clinton vor, sie habe ihren Freund Stevens mutwillig sterben lassen.

Clinton konterte:

“ich war die Chefin von Botschaftern in 270 Nationen. Ich war die Chefin von Botschaften wie in Afghanistan, wo die US-Vertretung kurz vor meinem Besuch brutal und stundenlang von Taliban angegriffen wurde. Ich bin mir der Gefahren sehr bewusst, denen unsere Diplomaten und Entwicklungshelfer ausgesetzt sind. Es gab niemals eine Empfehlung von Chris Stevens oder von jemand anderem, Bengasi zu schließen.”

Clinton nutzte die Anhörung eher zu einer ersten Präsentation ihrer außenpolitischen Leitlinien als Präsidentschaftsbwerberin.

Bereits im Januar 2013 hatte sie während einer Anhörung vor dem außenpolitischen Ausschuss im US-Senat die Schuld für Versäumnisse in Bengasi auf sich genommen.

Jetzt sollten Vorwürfe der Vertuschung der Hintergründe des Anschlags geklärt werden.

Damals griffen militante Islamisten das Konsulat mit Brandbomben und Panzerfäusten an.

Botschafter Christopher Stevens starb vermutlich an einer Rauchvergiftung.

Ein weiterer US-Diplomat und zwei CIA-Agenten kamen ebenfalls ums Leben.

Die Bluttat wurde erst Tage später von der US-Regierung als gezielter Terrorangriff eingestuft.

Zunächst hatte es geheißen, die Attacke habe sich aus spontanen Protesten gegen einen in den USA produzierten Schmähfilm über den Propheten Mohammed entwickelt.

Die oppositionellen Republikaner kritisierten, der Anschlag sei als spontaner Übergriff nach dem Schmähvideo heruntergespielt worden.