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Videoüberwachung auf dem Tempelberg soll Deeskalation im Nahost-Konflikt bringen

Neue Sicherheitsmaßnahmen für den Tempelberg sollen den neu aufgeflammten Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis deeskalieren. Das hat

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Videoüberwachung auf dem Tempelberg soll Deeskalation im Nahost-Konflikt bringen

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Neue Sicherheitsmaßnahmen für den Tempelberg sollen den neu aufgeflammten Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis deeskalieren. Das hat US-Außenminister John Kerry mitgeteilt. Auf einer Reise im Nahen Osten sagte er, Netanjahu habe sich bereiterklärt, einen Vorschlag von Jordaniens König Abdullah zu akzeptieren, “…der die 24-Stunden Video-Überwachung der heiligen Stätten auf dem Tempelberg, dem Haram al-Sharif, vorsieht. Dadurch wird eine umfassende Transparenz entstehen, die bahnbrechende Auswirkungen haben könnte, indem sie davon abhält, die Heiligkeit dieser Stätte zu stören”, so Kerry in Amman.

Neben Jordaniens König Abdullah traf Kerry in Jerusalem auch den Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte den Vorschlag der Videoüberwachung. “Wir werden den Zugang zum Tempelberg für friedliche Gläubige und Besucher weiterhin gewährleisten. Gleichzeitig wollen wir für öffentliche Ordnung und Sicherheit sorgen. Die israelischen Behörden und die jordanische Stiftung Waqf kooperieren, um sicherzustellen, dass Besucher und Gläubige die Heiligkeit des Ortes respektieren”.

Den Hügel in der Jerusalemer Altstadt verehren die Juden als “Tempelberg” und die Muslime als “Haram al-Sharif”. Der Streit um Zugangsbeschränkungen hatte eine neue Welle der Gewalt in Jerusalem und dem Westjordanland ausgelöst und sich zweitweise auch auf den Gaza-Streifen ausgeweitet. Mindestens 59 Menschen wurden in den vergangenen fünf Wochen getötet, davon 25 palästinensische Angreifer und zehn Israelis.

Der israelische Polizeisprecher teilte über Twitter mit, dass die Freitagsgebete ruhig abliefen.