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Wegen angeblicher Messerangriffe: Israelische Polizei erschießt Palästinenser


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Wegen angeblicher Messerangriffe: Israelische Polizei erschießt Palästinenser

Neue Gewalt im Westjordanland: Erneut haben sich Palästinenser in Hebron mit israelischen Sicherheitskräften Straßenschlachten geliefert. Zwei Palästinenser wurden erschossen. Sie waren laut der israelischen Polizei mit Messern auf Polizisten losgegangen, mindestens ein Beamter wurde verletzt. In der derzeitigen Welle der Gewalt sind bisher fast 70 Palästinenser und 10 Israelis ums Leben gekommen.

In Beit Schemesch bei Jerusalem wurde jetzt ein Israeli bestattet, der vor gut zwei Wochen bei der Attacke zweier Palästinenser auf einen Bus in Jerusalem schwer verletzt worden war und am Dienstag an den Folgen des Angriffs starb.

Unterdessen forderte Palästinenserpräsident Mahmus Abbas, die Vereinten Nationen müssten schleunigst Regeln zum Schutz der Palästinenser aufstellen. Vor dem Menschenrechtsrat in Genf sagte er: “Wir wollen Ihren Schutz. Wir wollen den Schutz der Welt. Wir können diese Strafmaßnahmen und Angriffe von Siedlern und israelischer Armee nicht länger ertragen.”

Israel breche systematisch und regelmäßig die Regeln und Prinzipien internationalen Rechts, so Abbas. Dazu gehöre unter anderem die Siedlungspolitik. Angriffe der Siedler auf Leben und Eigentum von Palästinensern würden von Staats wegen geduldet. Abbas warb erneut für ein Ende der Besetzung durch Israel und eine Zwei-Staaten-Lösung. Nur sie könne Frieden bringen.