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Brasilien: Weiterhin zahlreiche Vermisste nach Schlammlawine bei Bergwerk

Im Süden Brasiliens werden nach einem Dammbruch bei einem Bergwerk weiterhin zahlreiche Menschen vermisst. Über die Zahl der Toten gibt es noch immer

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Brasilien: Weiterhin zahlreiche Vermisste nach Schlammlawine bei Bergwerk

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Im Süden Brasiliens werden nach einem Dammbruch bei einem Bergwerk weiterhin zahlreiche Menschen vermisst. Über die Zahl der Toten gibt es noch immer widersprüchliche Angaben.

Die Feuerwehr des betroffenen Bundesstaates meldete, inzwischen seien zwei Tote bestätigt. Die Betreibergesellschaft spricht von mindestens 14 vermissten Arbeitern. Aus Kreisen der lokalen Feuerwehr hatte es zuvor geheißen, mindestens 17 Menschen seien ums Leben gekommen, nach vielen werde noch gesucht.

Die Schlammlawine aus einem Klärbecken des Bergwerks zerstörte einen Großteil der Ortschaft Bento Rodriguez, die etwa 600 Einwohner zählt. Auch eine weitere talwärts liegende Gemeinde soll betroffen sein.

In dem Wasser und Schlamm befänden sich aber keine giftigen Chemikalien, so Ricardo Vescovi, der Chef der Betreibergesellschaft Samarco.

Für die Betroffenen wurde in einer örtlichen Turnhalle eine Notunterkunft eingerichtet:
“Wir sind dabei, die Menschen von hier in dieser Turnhalle aus in Hotels in der Region zu bringen und ihnen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, mit sozialer und psychologischer Unterstützung”, sagte Vescovi.

Die Staatsanwaltschaft leitete inzwischen eine Untersuchung des Unglücks ein. Die Mine ist ein Joint-Venture des brasilianischen Konzern Vale und des australischen Unternehmens BHP Billiton.