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"Virgin Mountain" aus Island und andere Filmperlen

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"Virgin Mountain" aus Island und andere Filmperlen

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Weil es nicht nur große Blockbuster im Kino gibt, hier ein paar europäische Filmperlen, frisch auf der Leinwand!

Ein schüchterner Riese, der wegen seines Gewichts gemobbt wird, mit über 40 noch bei Muttern lebt und noch nie eine Freundin hatte, gehört in dieser Woche zu den Publikumslieblingen in den deutschsprachigen Kinos.

Virgin Mountain mit ist ein Filmjuwel aus Island, das bedeutet: wenig Worte, viel Gefühl. Dagur Káris führte Regie. Der Streifen hatte auf der Berlinale Premiere und kommt nun in die Kinos.

“Alaska”

In Italien hält Claudio Cupellini die Kinogänger mit seinem heißkalten Drama “Alsksa” in Atem. Ein junges Paar, Fausto und Nadine, lernt sich in Paris kennen, träumt von einer fantastischen Zukunft und wird von der grausamen Wirklichkeit in den Abgrund gerissen. Bekannt ist Cupellini unter anderem als Schöpfer der ersten Staffel der Fernsehserie Gomorra. Ein deutschsprachiges Premierendatum für “Alaska” ist nicht bekannt.

“Une histoire de fou”

In Frankreich stellt das Drama Une histoire de fou von Robert Guédiguian moralische Fragen. Der handelt von einem jungen Franzosen mit armenischen Wurzeln, der Anfang der 80er einen Anschlag auf den türkischen Botschafter in Paris verübt und dabei ein Unbeteiligten schwer verletzt. Der junge Mann flieht, während seine Mutter das querschnittsgelähmte Opfer um Vergebung bittet. Der Film lief auf mehreren Festivals, kommt fürs Erste nur auf die französischen Leinwände.

“Isla bonita”

Lachen dürfen die spanischen Kinogänger in dieser Woche über Isla bonita von Fernando Colomo, eine charmante Komödie voller Missverständnisse. Der Film handelt von einem Werbefilmer kurz vor der Rente, der sich auf der Ferieninsel Menorca von seiner Scheidung erholen will und dort auf eine unkonventionelle Bildhauerin und deren blutjunge Tochter trifft. Ein deutschsprachiges Premierendatum ist nicht bekannt.

“Francofonia”

Zum Schluss noch ein Blick auf ein russische Meisterwerk, derzeit nur in den französischen Kinos läuft: Francofonia von Aleksander Sokurov über das Schicksal des Louvre während der deutschen Besatzung. Der vielschichtig konstruierte Streifen vermischt Dokumentaraufnahmen mit nachgestellten Szenen.

Bereits 2002 begeisterte Sokurov mit Russian Arc, einer fantastische Zeitreise durch die Eremitage in Sankt Petersburg.