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Nutzen fraglich: Moskau fliegt weiter gegen IS-Stellungen in Syrien

Seit Ende September fliegt die russische Luftwaffe Angriffe auf Ziele in Syrien. Rund vierzig Starts werden jeden Tag am Stützpunkt Latakia an der

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Nutzen fraglich: Moskau fliegt weiter gegen IS-Stellungen in Syrien

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Seit Ende September fliegt die russische Luftwaffe Angriffe auf Ziele in Syrien. Rund vierzig Starts werden jeden Tag am Stützpunkt Latakia an der syrischen Mittelmeerküste abgefertigt. Nach russischen Angaben wurden durch die Luftangriffe in den vergangenen sechs Wochen mehr als 2500 Objekte sogenannter “terroristischer Infrastruktur” zerstört.

Die russische Luftwaffe kooperiert nach eigenen Angaben nun auch mit der syrischen Opposition. Die Koalition habe in den vergangenen zwei Tagen islamistische Milizen in einigen ihrer Hochburgen zurückdrängen können. Die zweijährige Blockade der Kweires Airbase durch die IS-Miliz habe so beendet werden können, erklärt Igor Konaschenkow, ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums: “Wir haben Ziele in Aleppo angegriffen und um Kweires. Die syrische Opposition hat uns dazu Geheimdienstinformationen zur Verfügung gestellt. Unsere Partner in Syrien, Irak und Iran haben uns diese bestätigt.”

Mehrere Dutzend russische Bomber sind in Latakia stationiert, auch Überschallflugzeuge, Drohnen und Kampfhubschrauber sowie Einheiten der Flugabwehr. Wieviele genau? Das bleibt geheim. Nur so viel: alles, was hier genutzt und konsumiert werde, stamme aus Russland, so der Sprecher aus Moskau.

Euronews-Korrespondent Denis-Loctier: “Trotz der verkündeten Erfolge der russischen Lufwaffe und ihrer Verbündeter kontrollieren die IS-Milizen weiter große Teile Syriens. Die Truppen von Staatspräsident Assad haben Mühe ihren Einflussbereich zu erweitern. Man werde die Angriffe so lange wie nötig fortsetzen, sagt Moskau. Doch ohne maßgeblichen Erfolg bleibt die Effizienz der russischen Intervention in Syrien fraglich.”