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Türkei: Größte Polizeiaktion gegen illegale Einwanderer seit langem

Die Zahl der auf den ostägäischen Inseln Lesbos und Chios eintreffenden Migranten ist nach griechischen Angaben am Sonntag wieder gestiegen. Der

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Türkei: Größte Polizeiaktion gegen illegale Einwanderer seit langem

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Die Zahl der auf den ostägäischen Inseln Lesbos und Chios eintreffenden Migranten ist nach griechischen Angaben am Sonntag wieder gestiegen. Der kurzzeitige Rückgang sei vermutlich auf die Witterungsbedingungen zurückzuführen, hieß es von Seiten der griechischen Inselbehörden. Unter den Neuankömmlingen war auch der Freund von Zuszsa.

“Schon in der vergangenen Nacht versuchte er zu kommen, aber das Boot sank und überall kontrollierte die Polizei. Sie beschlagnahmten die Rettungswesten, die Boote – und dann haben wird den ganzen Tag und die ganze Nacht über telefoniert”, schildert Zsuzsa Zsohar.

Die ungarische Dolmetscherin arbeitet als Freiwillige für die Hilfsorganisation “Migration Aid”. Ihrem Freund gehörten zwei Apotheken in Aleppo, bevor er sich entschloss vor dem Bürgerkrieg zu fliehen.

“Im Moment habe ich keine Pläne. Ich nehme, was ich kriege. Ich bin hier, vorher war ich auf der anderen Seite und sie wartete hier auf mich. Ich habe ihr versprochen, dass wir uns uns auf der anderen Seite treffen”, erzählt Alkaled.

Einen Tag nach dem EU-Türkeigipfel griff die türkische Polizei bei Ayvacık in der nordwest-türkischen Provinz Çanakkale rund 1.300 Migranten auf, die darauf warteten auf die nahe griechische Insel Lesobos überzusetzen. Vier Menschenschmuggler wurden festgenommen. Es war die größte Polizeioperation gegen illegale Einwanderer in der Türkei seit Monaten. Einige wurden in Repatrieierungszentren gebracht, von wo aus sie in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollen.

Nach Angaben des UNHCR sind in diesem Jahr bislang rund 730.000 Migranten auf den Ägäisinseln eingetroffen.