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Kalifornien: Polizei erschießt zwei Täter nach Blutbad in San Bernardino

Wenige Stunden nach einer Massenschießerei mit 14 Todesopfern in einer Einrichtung für Behinderte hat die Polizei in der kalifornischen Stadt San

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Kalifornien: Polizei erschießt zwei Täter nach Blutbad in San Bernardino

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Wenige Stunden nach einer Massenschießerei mit 14 Todesopfern in einer Einrichtung für Behinderte hat die Polizei in der kalifornischen Stadt San Bernardino zwei mutmaßliche Täter in einem Auto erschossen.

Spezialeinheiten näherten sich dem mutmaßlichen Fluchtfahrzeug vorsichtig mit gepanzerten Wagen und zogen mit einer Stange vom Rücksitz offenbar eine leblose Person.

Bei den Getöteten handelt es sich nach Polizeiangaben um eine Frau und einen Mann. Sie hätten Sturmgewehre und Handfeuerwaffen bei sich gehabt. Bei dem Zugriff erlitt ein Beamter Verletzungen.

Ein Mann, der sich vom mutmaßlichen Fluchtfahrzeug entfernt hatte, wurde festgenommen. Möglicherweise sind ein Komplize und weitere Hintermänner noch auf der Flucht.

Die Massenschießerei begann gegen 20 Uhr MEZ in der staatlichen Behinderteneinrichtung “Inland Regional Center” in San Bernardino rund 100 Kilometer östlich der Metropole Los Angeles.

Zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse wurde in der Aula des Zentrums eine Feier abgehalten.

Während der Veranstaltung soll es zu einem Streit gekommen sein. Nach Polizeiangaben verließ ein Mann daraufhin die Feier.

17 Besucher erlitten Schussverletzungen. Zwei von ihnen befinden sich Behörden zufolge in kritischem aber stabilen Zustand.

Präsident Barack Obama erneuerte in einer ersten Reaktion seine Forderung nach
schärferen Waffengesetzen. Auch Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur äußerten sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zu der Massenschießerei und der Waffengesetzgebung in den USA.

Einwohner von San Bernardino wurden ebenfalls über Twitter vorübergehend aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.´

Das “Inland Regional Center” musste nach dem Fund verdächtiger Gegenstände für eine Untersuchung durch Sprengstoffexperten weiträumig abgesperrt werden.

Der Bundespolizei FBI lagen zunächst keine Erkenntnisse über einen möglichen terroristischen Hintergrund der Massenschießerei vor.

Sie ist die folgenschwerste Attacke mit Waffengewalt in den USA seit dem Massaker an der Sandy Hook Grundschule in Newtown, Connecticut im Dezember 2012. Damals kamen 27 Menschen ums Leben, darunter auch der Attentäter.