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Peru zerstört illegale Goldminen in Amazonien

Die peruanischen Behörden haben 86 illegale Goldminen in Amazonien zerstört. Nach Angaben von Oberst Cesar Sierra sind seit 2012 durch den illegalen

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Die peruanischen Behörden haben 86 illegale Goldminen in Amazonien zerstört. Nach Angaben von Oberst Cesar Sierra sind seit 2012 durch den illegalen Bergbau im Naturschutzgebiet Reserva Nacional de Tambopata in der Region Madre de Dios mehr als 50.000 Hektar Regenwald zerstört worden.

“Eine der größten globalen Gefahren ist die Zerstörung der Umwelt. Eine der umweltschädlichsten Aktivitäten ist der illegale Bergbau. Hier werden Quecksilber und andere gefährliche Chemikalien verwendet”, erläutert Oberst Sierra.

Obwohl die Ordnungshüter den Goldschürfern erlaubten, vor der Zerstörung der Minen ihre Habseligkeiten zu retten, sind die Menschen verbittert. Für viele ist es die einzige, durchaus bescheidene Einnahmequelle.

“Die Regierung gibt uns keine Arbeit. Wir müssen unser Leben hier riskieren, laufen Gefahr, getötet, vergewaltigt oder verbrannt zu werden. Es gibt hier keine Justiz, aber so arbeiten wir hier, um zu überleben”, beschwert sich Lizbeth Quispe.

Rund 10 Prozent der Goldförderung Perus stammt aus dem illegalen Bergbau. Um an das Gold zu kommen werden großflächig Bäume abgeholzt und die Erde dutzende Meter tief mit Baggern ausgeweidet, bis man auf goldführende Schichten stößt. Das Gestein wird “gesiebt” – und überschaubare Mengen Gold herausgeholt.