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Bewaffnete in Oregon: Patrioten oder Terroristen?

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Bewaffnete in Oregon: Patrioten oder Terroristen?

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In Oregon haben die Behörden jetzt einen Krisenstab gebildet – die Polizei übt sich in Zurückhaltung und will vor allem verhindern, dass der Konflikt eskaliert.
Die bewaffneten Rancher, die bei Burns in Oregon weiterhin ein Gebäude in einem Nationalpark besetzt halten, hatten schon am Samstag alle, die ihre Überzeugung teilen, dass der Staat zuviel Land in ihrer Region besitzt aufgefordert, sich ihrem Protest anzuschließen. Die Regionalzeitung The Oregonian hält die Welt auf dem Laufenden.

Auf Twitter diskutieren viele, warum die Medien diese Bewaffneten nicht als Terroristen einstufen. In den auf Facebook veröffentlichten Erklärungen geben sich die Vertreter der aufständischen Rancher sehr friedfertig. Doch ihre Forderungen danach, dass jeder von ihnen sein eigenes Land brauche, klingen schon nach Umsturz.

Auf die Frage danach, ob er ein Terrorist sei, lachte ein Sprecher der Rancher und sagte, er wolle doch niemandem etwas zu leide tun.


Was ist ein Terrorist fragt auch CBS-News.


Die Rancher bezeichnen sich selbst auch als “Patrioten”. Aber sind diese bewaffneten Milizen mehr im Recht, weil sie weiß sind? Und würde man sie als Schläger oder Kriminelle bezeichnen, wenn sie Schwarz wären? Diese Frage beschäftigt viele Tweets.
Schließlich wurde auch der 12-jährige Tamir Rice erschossen, weil er bedrohlich gewirkt haben soll, obzohl er nur mit einer Spielzeugpistole bewaffnet war.


Sind Weiße einfach nur gestört, aber Schwarze gleich Terroristen?


Und sind die Rancher in Oregon rechtsextreme Rassisten, wie viele in den sozialen Medien meinen?


In den vergangenen Wochen wurde berichtet, dass die ausländer-, islam- und frauenfeindlichen Äußerung des republikanischen Kandidaten Donald Trump der extremen Rechten und dem rassistischen KuKux-Clan in die Hände spielten